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Maler Neo Rauch wirft Feministen „Talibanisierung“ vor

Der Maler Neo Rauch kritisiert einen in seinen Augen überzogenen Feminismus. Über den Beschluss, das angeblich frauenfeindliche Gedicht „Avenidas“ des Lyrikers Eugen Gomringer von der Fassade einer Berliner Hochschule zu entfernen, sagte Rauch dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe): „Grauenvoll! Das ist eine Talibanisierung unserer Lebenswirklichkeit, die einem vorauseilenden Gehorsam entspricht, den ich nur verabscheuen kann.“ Auch den Schriftsteller Uwe Tellkamp nimmt Rauch in Schutz: „Ich fühle mit ihm. Er ist ein lauterer Charakter, sehr geradlinig strukturiert, dem ich nichts Schlechtes zutraue. Er scheint mir eher ein Wiedergänger Stauffenbergs zu sein. Im Unterschied zu den heuchlerischen Sachwaltern seines Verlags.“

Der Suhrkamp-Verlag hatte sich von seinem Autoren Tellkamp distanziert, nachdem der in einer Diskussionsrunde gesagt hat, dass es 95 Prozent der Flüchtlinge um die Einwanderung ins deutsche Sozialsystem gehe. Die Verfechter von Political Correctness vergleicht Rauch indirekt mit Stützen des DDR-Systems: „Wir haben 1989 die Bagage der Blockwarte, Gesinnungsschnüffler und der Politkommissare zum Teufel gejagt und uns gesagt: `So etwas lassen wir uns nie wieder bieten. Wir lassen uns nie wieder auf Linie bringen.` Und jetzt sind die Blockwarte wieder da in Gestalt ihrer Enkelkinder. Das macht mich so unfassbar zornig.“ Rauch bekennt sich im „Handelsblatt“ (Freitagausgabe) öffentlich dazu, ein Konservativer zu sein: „Das ist ja wahrscheinlich die Definition der konservativen Daseinsform, der ich naturgemäß zu entsprechen habe, weil es meiner inneren Struktur entspricht: Das Neue, das Fremde so lange zu verhindern, bis es nicht mehr gefährlich ist. Und die Gefahren sind natürlich evident, die uns umgeben, die auf uns zukommen.“ Zur Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland sagt Rauch: „Empathie darf nicht dazu führen, dass wir unser Handeln von Gesinnungsethik leiten lassen. Die drückt uns in den Gestus des moralisch Hochstehenden hinein, der nicht fragen darf, welche Folgen seine Bereitschaft zu einschränkungsloser Hilfe in zehn oder zwanzig Jahren haben wird.“

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