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Modefirmen fürchten um Sicherheit von Fabriken in Bangladesch

Die westlichen Modefirmen sind in Sorge um die Sicherheit in den Fabriken in Bangladesch. Dort beschloss die Regierung des Landes, die von den Modefirmen beauftragten Prüfer des sogenannten "Bangladesh Accord" Ende November des Landes zu verweisen und die Kontrollen selber zu übernehmen. "Sollte der Accord gezwungen sein, Bangladesch zu verlassen, wäre dies ein herber Rückschlag", sagte Ansgar Lohmann, Bereichsleiter Unternehmensverantwortung beim Textildiscounter Kik, dem "Handelsblatt" (Montagsausgabe). Nanda Bergstein, Direktorin Unternehmensverantwortung bei Tchibo, zeigt sich "bestürzt". Die "überstürzte Ausweisung des Accord aus dem Land" hält sie für "einschneidend", sagte sie dem "Handelsblatt". Auch C&A erklärt, dass die neue staatliche Aufsichtsbehörde "noch nicht voll funktionsfähig" sei. Sollten die Verbesserungen in den Fabriken nicht mehr richtig kontrolliert werden können, müssten die Modefirmen, die den Accord unterschrieben haben, "die Geschäftsbeziehungen mit diesen Zulieferbetrieben beenden". Der "Bangladesh Accord" war vor fünf Jahren in Zusammenarbeit mit lokalen Gewerkschaften gegründet worden, nachdem beim Einsturz der Fabrik Rana Plaza in der Hauptstadt Dhaka mehr als 1.100 Arbeiter ums Leben gekommen waren. Der Accord, dem rund 180 Modefirmen angehören, habe den Brandschutz und die Statik in 1.600 Fabriken deutlich erhöht, bestätigte Gisela Burckhardt, Geschäftsführerin der Menschenrechtsorganisation Femnet dem "Handelsblatt". Durch die Ausweisung des Accord, so Burckhardt, "werden Leben der Näherinnen gefährdet". Die Gefahr für europäische Einkäufer steige, dass "Fabriken wieder einstürzen, Brände entstehen, sie also ihre Sorgfaltspflicht verletzen". Foto: Angebote in einem Geschäft, über dts Nachrichtenagentur

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