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Potsdam bleibt ein attraktives Städteziel

Am 19. März 2014 stellte der Leiter der Wirtschaftsförderung, Stefan Frerichs, gemeinsam mit Mitarbeitern aus dem Bereich Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Potsdam die aktuelle Gästebefragung vor. Nach 1999, 2001/2002 und 2007 hat der Bereich Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Potsdam 2013 bereits zum vierten Mal die sogenannte Permanente Gästebefragung (PEG) durchgeführt. Über das ganze Jahr verteilt interviewten zwei Werkstudentinnen jeweils 400 Übernachtungs- und Tagegäste mit einem standardisierten Fragebogen. Dieser wurde im Vorfeld mit den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit/Marketing sowie Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Potsdam, dem Potsdam Tourismus Service und dem Tourismus- und Freizeitinstitut Inspektour GmbH abgestimmt.
Die Besucher der Landeshauptstadt Potsdam konnten sich zu knapp 30 Fragen äußern, wobei u.a. Informationen über die Art des Urlaubs und der Buchung, Aufenthalt, Besuchsgründe sowie -erwartungen, besondere Interessen, Zufriedenheit und Ärgernisse sowie Herkunft der Gäste gewonnen werden konnten. Durch ein hohes Maß an Standardisierung des Fragebogens können viele Ergebnisse mit den Erhebungen der Vorjahre verglichen werden. Ergänzt wurde die 2013 durchgeführte Erhebung mit neu formulierten Fragen zur Marke Potsdam und zur Nutzung von Apps oder mobilen Websites während des Aufenthaltes der Gäste.
Während die vergangenen Befragungen für Potsdam jeweils im Zusammenhang mit der landesweiten PEG in Brandenburg  entstanden sind, wurde die letztjährige Erhebung auf Initiative der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt selbstständig durchgeführt, wobei auf die technischen Möglichkeiten des Bereiches Statistik und Wahlen für die Durchführung und Auswertung von Umfragen zurückgegriffen werden konnte. Die nun vorliegenden Ergebnisse bilden eine gute Grundlage, um sich den wachsenden Ansprüchen der der Potsdamer Gäste und der steigenden Nachfrage des Reiseziels Potsdams zu stellen.

Reiseverhalten der Gäste

Die Übernachtungsbuchungen erfolgten in 2013 sehr spontan, in der Regel längstens ein bis sechs Monate vor der Reise. Rund die Hälfte der Gäste (52,1%) kam sehr kurzentschieden und buchte weniger als vier Wochen vor der Reise und direkt beim Vermieter bzw. Hotel (43,7%).
Ebenfalls rund die Hälfte (Tagesgäste: 50,6%, Übernachtungsgäste: 52,0%) war nicht zum ersten Mal in Potsdam. Folglich waren „eigene Erfahrungen“, gefolgt von „Internet“ und „Bekannte / Verwandte / Kollegen“ die hauptsächlichen Informationsquellen über Potsdam. Im Internet wurde die Internetsuchmaschine am häufigsten genutzt, gleich danach erfolgten in der Häufigkeit Zugriffe direkt auf „potsdamtourismus.de“ und „potsdam.de“. Von Tages- und Übernachtungsgästen gleich stark (Tagesgäste: 71,6%, Übernachtungsgäste: 71,5%) wird das Mobiltelefon für Informationen während des Aufenthaltes genutzt.
In der Anreise ist nach wie vor der PKW dominant (Tagesgäste: 49,4%, Übernachtungsgäste: 52,8%). Erfreulicherweise ist aber bei den Übernachtungsgästen ein Rückgang der PKW-Nutzung von 2013 gegenüber 2007 um fast 20% zu verzeichnen. Einen starken Anteil hat daran die Nutzung von Kleinbussen und der Bahn bzw. S-Bahn (+8,3% bzw. +4,0 % gegenüber 2007).
Potsdam wird überwiegend in Begleitung besucht. Der Trend „mit Freunden/Bekannten“ (Platz 1) ist deutlich gestiegen; der Besuch „mit Partner“ (Platz 2) und „mit Kindern“ ist gegenüber 2007 etwas rückläufig. Als häufigstes Besuchsziel der Tagesgäste wird die Historische Innenstadt (75,1%) genannt, an zweiter Stelle folgen „Schlösser und Parks“ (52,6%). Dies gilt mit sehr geringen Abweichungen auch für die Übernachtungsgäste.
Die Antworten zu der Frage nach einem Eintritt für den Park Sanssouci halten sich etwa die Waage. 34,9% der Tagesgäste und 40,5% der Übernachtungsgäste sind für einen freien Eintritt. Etwa ein Drittel (Tagesgäste: 38,1%, Übernachtungsgäste: 32,9%) sind für einen Eintritt auf freiwilliger Basis, der Rest spricht sich für einen Pflichteintritt aus.

Zufriedenheit der Gäste

Die besonders positiven und die besonders negativen Wahrnehmungen der Gäste in Potsdam werden von zwei Landesthemen geprägt. Mit deutlichem Abstand wird der neue Landtag/das neue Stadtschloss positiv erwähnt, bei den negativen Nennungen liegt der BER, also der Flughafenneubau in gleicher Deutlichkeit „vorn“.
Auf die offene Frage, was den Gästen in Potsdam am besten gefallen hat, werden neben klassischen Potsdamer Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Sanssouci oder das Holländische Viertel, auch das breite Angebot der Gastronomie sowie Sauberkeit und Ordnung im Stadtbild genannt. Am meisten gestört fühlten sich die Gäste von den vielen Baustellen bzw. der Verkehrsproblematik sowie mangelnden Parkmöglichkeiten in Potsdam.
Am deutlichsten verbinden die Gäste Potsdam mit den Merkmalen „Schlösser, Parks und Gärten“ gefolgt von „Film und Medien“, „Kunst und Kultur“, “ Stadt am Wasser“, „Sportstadt“ und „Stadt der Wissenschaft“. Die Wahrnehmung Potsdams als Sportstadt ist bei den Übernachtungsgästen allerdings deutlich weniger ausgeprägt.
In der Gesamtzufriedenheit schneidet Potsdam sehr gut ab. Für ein Drittel der Tagesgäste (31,4%) wurden die Erwartungen übertroffen, bei den Übernachtungsgästen gab dies fast die Hälfte an (44,6%). Insgesamt rund 90% aller Befragten gaben an, Freunden und Bekannten „ganz sicher“ oder „wahrscheinlich“ einen Urlaub in Potsdam weiterzuempfehlen.
Auch in den Detailabfragen wurde der Gesamteindruck bestätigt. Die Kategorien „Kulturhistorische Sehenswürdigkeiten“, „Landschaft“ und „genutzte Unterkunft“ wurden mit sehr gut bis ausgezeichnet bewertet, alle anderen, wie zum Beispiel Gastfreundlichkeit, Sauberkeit, Einkaufsmöglichkeiten, Museen/Ausstellungen, ÖPNV-Angebot lagen in der Bewertung zwischen „gut“ und „sehr gut“.
In einem ersten Fazit aus den Ergebnissen der Befragung, die, wie bereits angekündigt, mit den touristischen Leistungsträgern noch gemeinsam ausgewertet werden sollen, lässt sich festhalten, dass Potsdam durch kontinuierliche Angebotserweiterung und -verbesserung sich eine gute Marktposition als Städtedestination erarbeitet hat.
„Dieses gute Ergebnis ist das Produkt aller Beteiligten. Tourismus ist ein Mannschaftssport“, freute sich der Leiter der Wirtschaftsförderung, Stefan Frerichs, über die positive Bewertung der Gäste.

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