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Printwerbung – altes Eisen oder einfach nur unterschätzt?

Ging es darum, den Endkunden zu erreichen, stellte die Printwerbung über Jahre den Kommunikationskanal Nr. 1 dar. Jedoch veränderte sich die Rollenverteilung drastisch, mit dem Zeitpunkt, als die Digitalisierung Einzug hielt und das Internet die Vorherrschaft übernahm. Doch die Printwerbung die von vielen bereits totgesagt wurde, befindet sich am Scheideweg: Während des Niedergangs der klassischen Printmedien über die Jahre hinweg konnten sich viele Magazine und Zeitschriften der Insolvenz nicht entziehen. Doch es gab auch so manche, die für sich die Gunst der Stunde nutzten und für Aufsehen sorgten, indem sie die herkömmliche Printwerbung nutzten. Lohnt es sich für die Unternehmen also weiterhin, in die Werbung in den Traditionellen Printwerbungen zu investieren, oder ist es ratsamer, das Budget anderweitig einzuplanen?

Die Printmedien und ihre glorreichen Zeiten

Jegliche Art von Werbung lässt sich als Printwerbung kategorisieren, sofern sie auf Papier gedruckt ist – egal in welcher Form. Lange Zeit stellten Zeitschriften und Tageszeitungen gemeinsam mit dem TV die beliebtesten Medien in Deutschland dar. Die Leser werden dabei in regelmäßigen Zeitabständen mit den notwendigen bzw. gewünschten lokalen und globalen Nachrichten versorgt. Durch die passende Fachzeitschrift ist es möglich, die persönlichen Interessen inklusive Nischen-Informationen abzudecken. Durch den Fakt, der wiederkehrenden Regelmäßigkeit der Presse, wird ein verlässlicher Werbekanal geboten. Dadurch wird zugleich ein hohes Vertrauen beim Leser geschaffen. Zudem kann die Printwerbung sehr gezielt eingesetzt werden, da je nach Medium-Typ bereits eine feste Zielgruppe vorgegeben ist. Der Erfolg der Printwerbung ist davon abhängig, wie der thematische Kontext und die Anzeige zusammenpassen. Ein Beispiel: Wird ein Flyer von einer Druckerei in Berlin im Auftrag eines örtlichen Unternehmens gedruckt, um auf eine besondere Aktion aufmerksam zu machen, dann wird er nur dort verteilt, wo dieser für das Publikum relevant ist – in Berlin bzw. in dem entsprechenden Stadtteil. Wird Werbung für Kfz-Bedarf oder eine Automarke geschaltet, dann geschieht das vornehmlich in einer Automobil- oder Kfz-Zeitschrift.

Das Online Marketing läuft der Printwerbung den Rang ab

Statistiken zeigen, laut einer SevenOne Media-Studie Folgendes auf: Das Internet belegt den dritten Rang der populärsten Medien mit 63 %. Angeführt wird die Rangliste von dem Fernsehen mit 80 % und dem Radio mit 64 %. „Nur“ knapp 44 % der Deutschen lesen täglich eine Zeitung und von knapp 13 % wird täglich eine Zeitschrift gelesen. Bundesweit gibt es mittlerweile rund 58 Mio. Internetnutzer (Stand 2017), von denen das Internet mindestens gelegentlich nutzen. Ein starkes Wachstum ist bei der Parallelnutzung von TV und Internet zu erkennen. Dagegen müssen die verkauften Auflagen der Tageszeitungen in Deutschland einen Rücklauf hinnehmen. Ein Blick in die Zukunft zeigt auf, dass bis 2020 die digitalen Medien und Social Media zu den meist genutzten Medien zählen. Kurz gesagt, das Online Marketing läuft der guten alten Printwerbung langsam aber sicher den Rang ab. Vor allem das Verhalten der potenziellen Endkunden ist für diese Veränderung verantwortlich. Die Aufmerksamkeit wandert immer weiter ins Internet ab und vor allem die jüngeren ersetzen den größten Teil der Printmedien durch das Internet. Via App, Google & Co. liefert das World Wide Web die aktuellen lokalen News sowie Sport News sowie das Weltgeschehen und das weitaus schneller und umfangreicher wie die Tageszeitung oder die Zeitschrift. Auch außerhalb der heimischen Vier wände richtet sich der Blick nicht mehr auf die Litfaßsäule sondern vermehrt auf das Smartphone. Des Weiteren wandern die Leser immer mehr von den traditionellen Medien hat, mit der Folge, dass die Verlage sinkende Auflagen verzeichnen müssen. Die Folge davon sind sinkende Reichweiten und Einnahmen durch Anzeigenerlöse. Das Problem das sich darauf ebenfalls ergibt ist, dass durch die sinkenden Auflagen die Kosten pro Ausgabe steigen und eben dieser Teufelskreis hat bereits viele Zeitungen und Zeitschriften in die Insolvenz getrieben. Aber auch für die Werbemacher bietet das digitale Marketing entscheidende Vorteile im Vergleich zu der altbewährten Printanzeige. Denn diese sind zum einen leicht kontrollierbar und zum anderen ist der Erfolg leicht zurechenbar. Des Weiteren bieten die Online Anzeigen noch mehr Flexibilität in Hinsicht auf die Anpassbarkeit, denn sie bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten in Form von Musik, Videos und Animationen. Zusätzlich besteht der Vorteil, dass die Nutzer leichter einer Zielgruppe zugeordnet werden können, da umfangreiche digitale Daten zur Verfügung stehen.

Noch hat die Printwerbung einen Platz im Marketing

Der digitale Alltag bietet dennoch noch viele Chancen und Kombinationsmöglichkeiten, um mit Printwerbung erfolgreich zu sein. Zudem gibt es noch immer einige Fakten, die den Printmedien beim Kampf der Werbekanäle zu Gute kommen. Dabei handelt es sich nicht zuletzt um die Reizüberflutung, der die Nutzer im Internet ausgesetzt sind – eben das führt dazu, dass die Printwerbung ganz anders wahrgenommen wird. Es kann durchaus sein, dass es eventuell die Mischung aus der empfundenen Abwechslung und der Nostalgie ist, die den Kunden dazu bewegt, die Printwerbung ganz anders wahrzunehmen als die Online Werbung oder eine andere Form der Werbung. Außerdem wird durch die Gegenständlichkeit für eine Abgrenzung gesorgt und dazu kommt, dass die gedruckte Anzeige haptisch wahrgenommen wird und somit von substanzieller Natur ist – zumindest weit aus mehr als ein Pop-up oder ein Werbebanner. Über Jahrzehnte hinweg stellte die Printwerbung einen festen Bestandteil im Marketingmix vieler Unternehmen dar. Unternehmen können auch heute noch durch die professionelle Bearbeitung einer Spezialdruckerei profitieren. Denn durch ein hochwertig bedrucktes Design gelingt es die Aufmerksamkeit zu erhöhen und den Kundenkreis zu erweitern.

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