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Stoiber wünscht sich Merkel bis 2021 als Kanzlerin

Der CSU-Ehrenvorsitzende Edmund Stoiber wünscht sich, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel unabhängig von der Wahl des oder der neuen CDU-Vorsitzenden bis 2021 Regierungschefin bleibt. „Es geht um mehr als um Personalfragen“, sagte Stoiber der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Es gehe in den nächsten Jahren vor allem um die Stabilität Europas.

Die Migrationsfrage, die europäische Sicherheitspolitik, der digitale Binnenmarkt, es gebe existenzielle Themen. „Deutschland darf nicht ausfallen. Wir brauchen deshalb eine stabile Bundesregierung mit Gestaltungskraft in Europa. Das ist das Entscheidende. Schädlich für Europa wären parteiinterne Machtkämpfe in Deutschland.“ Zu seinem belasteten Verhältnis zu dem Kandidaten für den CDU-Vorsitz, Friedrich Merz, sagte Stoiber mit Blick auf die Fraktionswahlen 2002: „Er war natürlich sehr enttäuscht von meiner Entscheidung. Die Parteivorsitzende Angela Merkel hat mich einen Tag vor der Bundestagswahl darüber informiert, dass sie auch im Falle einer Wahlniederlage den Fraktionsvorsitz anstrebt, und hat mich um Unterstützung gebeten.“ Er habe ihr das im Gesamtinteresse der Union zugesagt. Sie habe ihn davon überzeugt, dass in der Opposition Partei- und Fraktionsvorsitz in eine Hand gehörten. Stoiber ergänzte, dass er den Abschied von Merz aus der Politik bedauert habe. Aber das Wissen, das Merz in der Wirtschaft erworben habe, könne der Politik gut tun. „Wir bräuchten grundsätzlich mehr Wechsel zwischen Wirtschaft und Politik.“ Auch Jens Spahn habe noch Chancen im Kandidatenrennen, sagte Stoiber. „Jens Spahn hat immer eine Chance. Er ist ein sehr guter Gesundheitsminister und er hat Mut, Positionen zu beziehen, auch wenn sie nicht Mainstream sind. Ihm steht so oder so die Zukunft in der CDU offen.“

Foto: Edmund Stoiber, über dts Nachrichtenagentur

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