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Tagesgeldkonten beim Umzug ins Ausland – nützliche Tipps

Wenig Zinsen, eine geringe Flexibilität: Das Sparbuch ist nicht mehr des Deutschen liebste Anlageform. Sie wurde vom Tagesgeld verdrängt. Neben der hohen Sicherheit überzeugt die Gewissheit, bei dieser Geldanlage das benötigte Kapital jederzeit abrufen zu können. Doch was passiert bei einem Umzug ins Ausland? Sind auch Tagesgeldkonten im Ausland zu empfehlen? Und müssen Kredite gekündigt werden?

Der Hauptsitz der Bank für Tagesgeldkonten entscheidend

Auch wenn ein Konto bei einer örtlichen Bank in der neuen Heimat für dortige Finanzgeschäfte sinnvoll ist: Wer seinen Wohnsitz in Deutschland aufgibt und noch über ein inländisches Girokonto verfügt, der sollte es beibehalten. Dies ist sinnvoll für spätere Rechnungseingänge oder auch die problemlose Nutzung von Online-Shops aus Deutschland. Inzwischen bieten viele Finanzinstitute bereits kostenlose Kreditkartennutzungen innerhalb der Europäischen Währungsunion an, bei Fremdwährungen für ein geringes Entgelt von unter drei Prozent. Zur Geldanlage allerdings lohnt sich ein Giro- oder Kreditkartenkonto aufgrund der geringen Zinssätze nicht. Stattdessen sind Tagesgeldkonten beliebt: Die Kontoführung ist in der Regel kostenlos, die Guthabenzinsen sind hoch, und die Währungsstabilität ist gesichert.

Innerhalb der Europäischen Union

Geldeinlagen auf Tagesgeldkonten bei einer deutschen oder einer europäischen Bank unterliegen der sogenannten Einlagensicherung. Hier werden Maßnahmen vollzogen, durch die die Sparer vor dem Verlust ihres aufgebauten Vermögens geschützt werden sollen. Die Mindestanforderungen zum Schutz der Gläubiger sind EU-weit gesetzlich geregelt. Sie betragen die 100%ige Absicherung einer Mindestsumme von 100.000 Euro pro Anleger innerhalb einzelfallabhängig bestimmter Fristen. Oft besteht darüber hinaus eine Absicherung durch freiwillige Einlagensicherungsfonds. Die Maßnahmen werden allerdings landesspezifisch umgesetzt. Zudem hängt die Sicherheit der Geldeinlage von der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der jeweiligen Nation ab. Daher am besten auf Tagesgeldkonten aus Österreich, den Niederlanden oder anderen finanzstarken Ländern mit einer hohen Bonität vertrauen. Hier können auch konservative Anleger problemlos Online-Plattformen nutzen. Für hohe Beträge von mehr als 100.000 Euro sollten zur Sicherheit des Vermögens verschiedene Banken in Betracht gezogen werden.

Unterschiede innerhalb der EU und Eurozone

Tagesgeld- oder Festgeldkonten in Ländern mit aktuellen Wirtschaftskrisen sollten kritisch betrachtet werden. Innerhalb der Eurozone gilt die Währungsstabilität. Hier werden die Spareinlagen im Notfall durch andere Länder aufgefangen – zum Beispiel Italien. Innerhalb der EU, aber außerhalb der Eurozone gilt dieser Fall nicht unbedingt – zum Beispiel Bulgarien. Zudem besteht hierbei eine Währungsunsicherheit: Wird auch anfangs vertraglich eine Auszahlung in Euro vereinbart, kann bei einer Insolvenz des Finanzinstitutes die Entschädigung in der jeweiligen Landeswährung vorgenommen werden.

Niederlassung nicht gleich Hauptsitz

Wirbt ein Kreditinstitut um deutschsprachige Sparer, muss es nicht automatisch auch der deutschen Einlagensicherung unterliegen. Es kann sich auch um eine Niederlassung ohne eigenständigen Sitz in Deutschland handeln. Viele besonders gute Angebote für das Tages- und Festgeld stammen bereits seit Längerem auch aus dem europäischen Ausland.

Außerhalb der Europäischen Union

Auch in Ländern außerhalb Europas greifen im Normalfall die dortigen nationalen Regelungen. Hier sollten sich Interessierte vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei der entsprechenden ausländischen Bank in jedem Fall über die Einlagensicherung des jeweiligen Instituts informieren und die Grenzen der Absicherung beachten. Nicht immer darf man als sogenannter Steuerausländer seinen Sparerfreibetrag aufrechterhalten.

Darf die Bank bei Umzug kündigen?

Ob bei einem Umzug ins Ausland Tagesgeldkonten oder Kreditverträge in Deutschland beibehalten werden dürfen, ist individuell in den Geschäftsbedingungen geregelt. In der Regel wird die betroffene Bank keine Kündigung aussprechen, solange die Monatsraten weiter von einem deutschen Konto abgehen. Es kann jedoch sein, dass ein Zweitwohnsitz in Deutschland als Bedingung gestellt wird. Sollte das Kreditinstitut einer Fortführung des Vertrages nicht zustimmen, muss es eine vertraglich oder in den AGBs festgelegte Frist einhalten. So kann die noch ausstehende Summe durch einen neuen Kredit bei einem anderen Kreditgeber finanziert werden. Nach Ablauf der Frist muss der Restkredit beglichen werden.

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