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Thüringer Unternehmen starten nach Weißrussland

„Als EU-Anrainerstaat und Mitglied der Eurasischen Wirtschaftsunion mit Russland, Kasachstan, Armenien und Kirgistan bietet sich die Republik Belarus nicht nur als Ost-West-Drehscheibe und Wirtschaftspartner an, sondern entwickelt sich zunehmend auch zu einem attraktiven Investiti-onsstandort“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser. Derzeit würden bereits 122 Thüringer Betriebe Handelsbeziehungen mit dem osteuropäischen Staat unterhalten. Die Exportpalette reiche von pharmazeutischen Erzeugnissen, optischen sowie fotografischen Geräten über Maschinen, Fahrzeugteile und medizinische Produkte bis hin zu Waren aus Metall und Kunststoffen. Zu den Teilnehmern der Geschäftsreise gehört auch die eurocylinder systems AG aus Apolda. Deren Vorsitzender Gregor Hänsch will die Gespräche nutzen, um den Markteinstieg und die Absatzmöglichkeiten für hoch-wertige Stahlflaschen zu erkunden und geeignete Handelspartner für den Aufbau eines landesweiten Vertriebsnetzes zu suchen. Das KHW Kunststoff- und Holzverarbeitungswerk aus Geschwenda setzt dagegen auf die Vertiefung schon bestehender Geschäftsbeziehungen: „Mit unseren Winterprodukten haben wir auf dem weißrussischen Markt bereits Fuß gefasst. Derzeit wird der Export eigener Sommer- und Gartenprodukte forciert. Wir erwarten eine gute Resonanz, wie schon auf den Fachmessen hier in Deutschland und sind dankbar für die Möglichkeit der erneuten Kontaktaufnahme“, fasst Geschäftsführer Ralf Groteloh zusammen. Auch zwischen den Wirtschaftskammern von Belarus und Thüringen existieren gute Verbindungen. „Seit 2011 besteht eine enge Partnerschaft der IHK Erfurt mit weißrussischen Kammern. Diese Kooperation ist darauf ausgerichtet, die dortigen Partner bei der Entwicklung von Dienstleistungen für kleine und mittelständische Unternehmen sowie beim Ausbau der bilateralen Wirtschaftskontakte zu unterstützen“, erklärt IHK-Chef Gerald Grusser. In den vergangenen fünf Jahren hätten Workshops und Seminare zur Qualifizierung der Kammermitarbeiter in Belarus stattgefunden. Themen seien das Messemanagement oder der Technologietransfer, aber auch die berufliche Aus- und Weiterbildung sowie die Wirtschaftsförderung gewesen. Zahlreiche Unternehmerreisen und Kooperationsbörsen hätten zu einer steigenden Zahl von Geschäftskontakten nach Weißrussland geführt.

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