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Umzug von Deutschland nach Österreich: Das ist zu beachten

Wer von Deutschland nach Österreich umziehen möchte, dem stellen sich zunächst unzählige Fragen, was beim Umzug ins Nachbarland zu beachten ist. Doch ein Umzug nach Österreich unterscheidet sich nicht allzu sehr von einem innerhalb von Deutschland. Denn für das Alpenland ist kein Visum, keine Aufenthaltsgenehmigung und keine Arbeitserlaubnis notwendig.

In der österreichischen Hauptstadt sind die Mietpreise nicht so hoch wie etwa in Zürich oder München. Es gibt einige Portale, die hilfreich sind, wenn es um die Suche nach einer Wohnung geht. Auf diesen Portalen veröffentlichen nicht nur Immobilienmakler ihre aktuellen Angebote, sondern auch private Vermieter. So ist es möglich vor dem Umzug in Wien bereits eine Wohnung zu finden und das ohne eine Maklergebühr zahlen zu müssen.

Wer mithilfe eines Immobilienmaklers eine Wohnung findet, der muss sich darüber im klaren sein, dass eine Provision in Höhe von drei Monatsmieten anfällt. Zudem wird der Vermieter ebenfalls eine Kaution von drei Monatsmieten verlangen, die der Mieter jedoch zurückerhält, sobald er auszieht.

Die Mietpreise in Wien

Wer sich für einen Umzug nach Wien entschieden hat, für den steht eine Wohnung ganz oben auf der To-Do-Liste. Die Stadt Wien ist in 23 Bezirke aufgeteilt und diese sind durch ein vortreffliches U-Bahn Netz miteinander verbunden. Als Zentrum gelten die ersten neun Bezirke, wo vom Altbau bis hin zur modernen Wohnung alles zu finden ist. Natürlich variieren entsprechend auch die Preise, abhängig von der Lage. Hier gilt grundsätzlich: Je zentraler die Immobilie liegt, desto teurer wird es. Doch im Vergleich zu anderen europäischen Hauptstädten sind die Mietpreise in Wien noch als vernünftig zu bezeichnen.

Monat Kaltmiete pro Quadratmeter
Oktober 2018 8,65 bis 19,08 Euro
September 2018 8,64 bis 18,87 Euro
November 2017 8,36 bis 20,60 Euro
November 2016 8,12 bis 20,00 Euro

Wohin es einen letztendlich zieht, das ist abhängig vom gesuchten Lebensstil. Diejenigen die am Nachtleben teilhaben wollen, sowie die dynamische und schnelllebige Innenstadt vorziehen, die werden sicherlich mit den ersten Bezirken bestens beraten sein. Die Bezirke 19 und 22 sind besonders beliebt bei Familien mit Kindern, da die Eltern von dort auch sehr gut mit den öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt oder zur Arbeit gelangen.

Ein Blick auf den Wiener Stadtplan zeigt, dass die einzelnen Bezirke nicht sehr groß sind und das die Mietpreise variieren. Im Jahr 2015 wurde Wien von der internationalen Vergleichsstudie „Quality of Living“ als die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität bewertet. Dabei sind die Mietpreise weitgehend stabil geblieben, sodass selbst Menschen mit einem kleinen Budget in der Stadt ihre Wunschimmobilie finden können.

Doch nicht nur Mietwohnungen sind gefragt, sondern auch Eigentumswohnungen, stehen immer wieder auf dem Wunschzettel der Menschen, die es nach Wien zieht.

Die Besonderheiten für die Wohnungssuchenden in Österreich

Wer nach einer Wohnung sucht, der wird sehr schnell feststellen, dass es sich bei den Angaben auf den Immobilienportalen nicht um die Kaltmiete, sondern die „Warmmiete“ also inklusive Nebenkosten handelt. Wer genau wissen will, wie hoch die Nebenkosten sind, der sollte beim Makler oder Vermieter nachfragen.

Zudem ist das österreichische Mietrecht etwas komplizierter als das deutsche, auch wenn es dort ein Mietrechtsgesetz gibt, mit dem die Höhe der Miete geregelt wird – und das für alle Wohnungen.

Des Weiteren gilt nach dem deutschen Bundesmeldegesetz, dass ein jeder der in Deutschland aus einer Wohnung auszieht und keine neue Wohnung im Inland bezieht, sich bei der Meldebehörde abmelden muss.

Das Ummelden nicht vergessen

Doch mit der Abmeldung aus Deutschland ist es nicht getan und ebenso wenig mit dem Umzug nach Wien bzw. Österreich. Denn auch in Österreich gibt es wie in Deutschland ein Meldewesen. Der Auswanderer muss sich nach Bezug seiner Wohnung ebenso wie die Österreicher innerhalb von drei Tagen beim Meldeamt der Stadt bzw. Gemeinde anmelden. Wer seine neue Bleibe in Wien findet, der muss sich bei den Magistratischen Bezirksämtern anmelden. Dafür wird Folgendes benötigt:

  • Reisepass
  • Geburtsurkunde
  • Ausgefüllter und vom Vermieter unterschriebener Meldezettel

Den Meldezettel gibt es entweder beim Meldeamt oder im Internet auf der Seite der österreichischen Behördenführers.

Keine unbeschränkte Niederlassungsfreiheit

Zunächst hat der Einwanderer nach der vorschriftsmäßigen Anmeldung drei Monate Ruhe. Danach greift eine weitere Regelung: Wer länger als drei Monate im Land bleibt bzw. bleiben möchte, der muss in Österreich Arbeitnehmer oder Selbstständiger sein oder zumindest nachweisen können, dass er über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, sodass er nicht auf Sozialhilfeleistungen angewiesen ist. Alternativ darf der Aufenthalt in Österreich eine Ausbildung oder ein Studium sein. Auf jeden Fall muss jeder Bürger des Europäischen Wirtschaftsraums innerhalb von vier Monaten ab Einreise eine Anmeldebescheinigung beantragen. Dafür sind die Bezirkshauptmannschaften und die Magistrate zuständig.

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