Mehrere Einbrecher knacken über Weihnachten 2025 mit schwerem Gerät die Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer. Sie bohren sich mit Spezialwerkzeug in den Tresorraum und öffnen mehr als 3000 Schließfächer. Darin lagern persönliche Wertgegenstände, Erbstücke und die Altersvorsorge vieler Kunden – auch von Joachim Wagner. Die Beute: mehrere Millionen Euro.
Die Bande nutzt gezielt Schwachstellen im Sicherheitssystem. Im Tresorraum fehlt eine Alarmanlage, es gibt nur mechanische Sicherungen. Die Profis arbeiten tagelang unbemerkt, selbst Feueralarme schrecken sie nicht ab. Erst am dritten Tag fällt der Einbruch auf – da sind die Täter längst verschwunden.
Joachim Wagner und andere Betroffene erzählen von existenziellen Verlusten und großer Unsicherheit. Experte Sven Kniesche kritisiert die schwachen Sicherheitsmaßnahmen, Anwalt Daniel Kuhlmann fordert Schadensersatz für rund 650 Geschädigte. Die Polizei sucht nach Hinweisen auf Clan-Kriminalität oder Insider, hat aber noch keine heiße Spur.
Jetzt verhandelt das Landgericht Essen die ersten Klagen gegen die Sparkasse. Die Bank verweist auf ihre Sicherheitsstandards und ihre begrenzte Haftung. Während die Ermittler weiter nach den Tätern suchen, bleibt die Frage: Wie sicher sind Bankschließfächer wirklich – und wer trägt die Verantwortung?
