Europäische und US-amerikanische Aktien-Futures fielen, nachdem US-Präsident Donald Trump androhte, Zölle auf acht europäische Länder zu verhängen, die seine Pläne zum Erwerb Grönlands ablehnen. Trump beabsichtigt, ab dem 1. Februar neue Zölle in Höhe von 10 % auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Finnland zu erheben. Laut Trump würden diese Zölle im Juni auf 25 % steigen, „es sei denn, ein vollständiger Deal über den Kauf Grönlands wird erreicht“. Die Ankündigung führte zu einem nahezu sofortigen Kursverlust von 1,51 % bei den Futures des europäischen Stoxx 50-Index. Die Futures des britischen FTSE 100 fielen um 0,48 %, der französische CAC 40 dürfte um 2,1 % sinken und der deutsche DAX wird voraussichtlich zum Handelsbeginn um 1,35 % nachgeben. Auch die Ölpreise und der Dollar gaben nach. Der Preis für Brent-Rohöl ist um 0,73 % auf 63,66 US-Dollar pro Barrel gefallen, und der Preis für West Texas Intermediate ist um 0,61 % auf 59,07 US-Dollar pro Barrel gesunken. Der US-Dollar-Index, der den Wert des Dollars gegenüber wichtigen Währungen misst, ist um 0,23 % gesunken. Diese Bedrohungen stellen ein neues Risiko für die Märkte dar, die erst kürzlich Rekordhochs erreicht hatten, da der Optimismus im Bereich der Künstlichen Intelligenz eine Erholung des Sell-Offs im April beflügelte – einem Einbruch, der durch historische US-Zölle ausgelöst wurde. Tim Waterer, Chef-Marktanalyst bei KCM Trade, erklärte, dass die Androhung von Zöllen gegen NATO-Verbündete „dem internationalen Handelsgeschehen eine neue Dosis Unsicherheit hinzufügt“.
