Immer wieder brechen heftige Brände auf Recyclinghöfen in NRW aus. In Swisttal, Krefeld und Herne setzen vermutlich falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus und Gaskartuschen regelmäßig Müllberge in Brand. Der Brand in Swisttal startet mitten in der Nacht – ein Beispiel von vielen ähnlichen Fällen in der Region.
Rund 30 Mal am Tag brennt es inzwischen auf deutschen Recyclinghöfen. Im Krefelder Hafen kämpft die Feuerwehr fast einen ganzen Tag lang gegen die Flammen eines Metallverarbeitungsbetriebs. In Herne steht ein zehn Meter hoher Schrotthaufen in Flammen. Zwischen den Bränden in Swisttal und Krefeld liegen gerade mal zwei Monate. Die Schäden verursachen hohe Kosten für die Betriebe, und einige müssen nach einem solchen Feuer ihren Betrieb einstellen.
Christian, dem das Unternehmen in Swisttal gehört, sagt: „Brände durch falsch entsorgte Akkus und Gaskartuschen gehören leider schon zum Alltag.“ Er erzählt, wie die ständige Unsicherheit und die Gefahr durch solche Materialien seinen Betrieb belasten. Über harmlose Funde wie tote Tiere kann er inzwischen lachen, aber falsch entsorgte Batterien sind für ihn eine echte Bedrohung.
Christian fordert ein Pfandsystem für Lithium-Ionen-Batterien und Akkus oder eine Abholung direkt bei den Leuten zu Hause. So sollen gefährliche Batterien gar nicht erst auf den Recyclinghöfen landen und weitere Brände auslösen.
