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Vignette, Péage, Pedaggio, Maut – bald in Deutschland?

Berlin - Urlauber, die nach Österreich, Frankreich, Italien oder in andere europäische Länder fahren, wissen es längst und kalkulieren auf ihren Fahrten zusätzlich zum Benzinpreis noch die Gebühren für die Benutzung der dortigen Autobahnen ein. Anders ist es für die Urlauber, die Deutschland als Urlaubsland auserkoren haben oder als Transitstrecke in ein anderes Land, sie dürfen hier gemeinsam mit den deutschen Bundesbürgern kostenfrei die Autobahnen nutzen, was sie auch gerne tun. Aber laut Frau Merkel soll das nun bald anders werden, dann soll es nämlich auch in Deutschland eine Gebühr für die Autobahnnutzung geben. Allerdings hat die Kanzlerin diesen „Schwarzen Peter“ CSU-Chef Seehofer zugeschoben.

Der Stein der Maut kam ins Rollen

Auf dem CSU-Parteitag, tat die Kanzlerin einen Ausspruch „Wir werden auch auf den Wunsch der CSU hin an einer Europa-rechtskonformen Lösung für eine Mitbelastung der nicht-inländischen Kraftfahrzeughalter hinarbeiten“. Hinter diesem wie wir ihn von Frau Merkel kennen reichlich verschachtelten Satz, steckt schlicht und ergreifend die Aussage: Die Maut kommt , Ausländer sollen zahlen, Deutsche auch, nur sollen sie es nicht bemerken.

Unsinn, Sinn und Zweck der Autobahngebühren

Generell wäre ja wohl nichts dagegen zu sagen, dass die Nutzung der deutschen Autobahnen für ausländische Kraftfahrzeuge gebührenpflichtig würde. Schon alleine der Zustand mancher Bahnen ist einfach nur zum Haare raufen, zwangsläufig müssen an diesen Stellen Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt werden, was wiederum dazu führt, dass es zu Staus und Stockungen kommt. Auch das hohe Verkehrsaufkommen auf deutschen Autobahnen würde mit einer Gebühr gesenkt, dies hätte allerdings dann wieder den Nebeneffekt, dass der Straßenverkehr auf Nebenstrecken ausweicht, wovon die Anwohner dieser Strecken wohl nicht sehr angetan wären. Führt die Regierung tatsächlich irgendwann die Maut auf Deutschlands Straßen ein müssen einige Dinge nachhaltig geklärt werden. Wie soll bezahlt werden? Das französische Modell, bei dem an einem Schalter bezahlt wird, geht bei dem umfangreichen Autobahnnetz nicht, also wäre es die sinnvollste Idee, in Deutschland eine Vignettenpflicht für ausländische Autofahrer einzuführen. Und wie viel soll bezahlt werden? Ok, man kennt es schon von anderen Dingen, hat die Regierung eine Fehler gemacht kann sie nachbessern, in Form von Maut I, Maut II oder Maut IV!? Füllen sich dann die Kassen und die Autobahnen können davon saniert werden, kommt wohl auf alle ein weiteres Desaster zu, Staus infolge der dann wie Pilze aus dem Boden sprießenden Baustellen, wären die Folgen, am besten natürlich während der Ferien, weil dann viele Bundesbürger in Urlaub sind ! Es bleibt spannend, die Maut kommt, aber wann und wie? Foto: © Loloke

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