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Wortführer der Proteste in Hongkong bittet Deutschland um Hilfe

Der Wortführer der Proteste gegen Chinas Einfluss in Hongkong, Joshua Wong, fordert Deutschland auf, die Demokratiebewegung zu unterstützen. „Deutschland sollte Einreisesperren verhängen und das Vermögen derjenigen einfrieren, die Menschen in Hongkong unterdrücken wollen“, sagte Wong der „Welt am Sonntag“. Dies gelte „sowohl für die Verantwortlichen aus China“ als auch „für die Handlanger der chinesischen Regierung in Hongkong“, so Wong weiter.

Die Proteste in Hongkong richten sich gegen ein geplantes neues Gesetz, das Auslieferungen an China erleichtern soll. Im Februar 2018 hatten taiwanesische Behörden vergeblich versucht, einen Hongkonger strafrechtlich zu verfolgen, dem vorgeworfen wurde, seine Freundin in Taiwans Hauptstadt Taipeh ermordet zu haben und der daraufhin nach Hongkong geflohen war. Tatverdächtige können nur in solche Länder übergeben werden, mit denen Hongkong ein Auslieferungsabkommen abgeschlossen hat. Mit Taiwan und China hat Hongkong bislang kein solches Abkommen vereinbart. Hongkong gehört seit der Rückgabe durch Großbritannien 1997 wieder zu China, wird aber weitgehend autonom regiert.

Foto: Blick über Hongkong, über dts Nachrichtenagentur

 

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