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Braunschweig: Enges Netz von Schnellladesäulen für Elektroautos

Rund die Hälfte der bis zu 17 geplanten Schnellladesäulen sind in der Löwenstadt installiert worden. An fünf Schnellladesäulen, darunter zwei Multicharger, können Nutzerinnen und Nutzer von E-Fahrzeugen bereits ihre Autos aufladen. Für fünf weitere Ladesäulen beginnt am heutigen Dienstag, 3. November, der Aufbau und Anschluss an das Stromnetz. Die restlichen sieben Ladesäulen sollen noch bis zum Jahresende folgen.
„Nirgendwo sonst in der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen Wolfsburg ist das Netz von Schnellladesäulen so dicht. Dabei darf nicht vergessen werden, dass es sich bei den Schnellladesäulen um ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt handelt“, erläutert Wirtschaftsdezernent Gerold Leppa. „Die mit dem Aufbau betrauten Mitarbeiter des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr sowie unsere Partner Bellis und BS Energy leisten hervorragende Pionierarbeit.“ Die in der Löwenstadt aufgebauten Ladesäulen gehören zur ersten Generation der CCS-Ladesäulen und haben hohe technische Anforderungen. „Wir sammeln während des Aufbaus und ersten Betriebs wertvolle Erfahrungen, von denen andere Kommunen und Betreiber profitieren können“, so Leppa weiter.
An den Standorten am Schlossgarten, Nîmesstraße, Pockelsstraße, Hans-Sommer-Straße und am Parkplatz Kannengießerstraße stehen bereits Schnellladesäulen zum Laden bereit. Am Dienstag, 3. November, werden die Schnellladesäulen an der Gerstäckerstraße (Nähe Stadthalle), Beckenwerker Straße und am Thüringenplatz aufgebaut und in Betrieb genommen. Ebenfalls aufgebaut werden Schnellladesäulen auf dem Parkplatz Werder und am Lilienthalplatz; beide sollen in Kürze an das Stromnetz angeschlossen werden. An der Kurt-Schumacher-Straße in der Nähe des Bahnhofs beginnen die Tiefbauarbeiten für die elfte Ladesäule. Ebenfalls ist geplant, am Standort Hamburger Straße / Siegfriedstraße eine Schnellladesäule zu installieren.
Die Schnellladesäulen sind mit einer kombinierten DC/AC-Ladetechnik ausgestattet. Die Säule am Schlossgarten und in der Hans-Sommer-Straße am Institut für Fahrzeugtechnik der Technischen Universität Braunschweig sind sogenannte Multicharger. Sie erlauben die Ladung über die Standards DC, AC und CHAdeMO. BE Energy beliefert alle Schnellladestationen mit Naturstrom.
Bis zum Ende des Bundesmodellprojekts „Schaufenster Elektromobilität“ im Dezember 2015 ist der Ladevorgang kostenfrei. Benötigt wird lediglich eine Berechtigungskarte (RFID-Karte), zum Beispiel eine Ladekarte von BS Energy, den Stadtwerken Gifhorn oder die Charge&Fuel-Card von Volkswagen Financial Services. Weitere Karten anderer Anbieter sollen folgen.
Das Projekt wird in Braunschweig vom Wirtschaftsdezernat betreut, für den Aufbau der Ladeinfrastruktur zeichnen die Fachleute des Fachbereichs Tiefbau und Verkehr verantwortlich. Braunschweig ist damit Partner des Projekts „Standardisierte bedarfsgerechte Ladeinfrastruktur Eine Region wird vernetzt“ des „Schaufenster Elektromobilität“. Weitere Projektpartner sind BS Energy und die Bellis GmbH. Das Land Niedersachsen fördert das Braunschweiger Projekt mit 40,5 Prozent des Auftragsvolumens von insgesamt rund 1,1 Millionen Euro. Die Ladesäule am Schlossgarten wurde vom Land gesondert mit rund 40.000 Euro gefördert, circa 20.000 Euro trug die Stadt Braunschweig zum Aufbau dieser zusätzlichen Ladesäule bei.
Foto: © BSM

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