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Gut versichert: Teil 4 – betriebliche Altersvorsorge

Auch wenn laut Bundesagentur für Arbeit (BA) die Zahl der Beschäftigten Ende 2013 mit 42,6 Millionen auf einem Rekordniveau lag und das nicht nur hohe Steuereinnahmen bringt, sondern auch die Rentenkassen füllt, ist dies wohl nicht von Dauer. Aus diesem Grund wird jedem eine betriebliche Altersversorgung nahegelegt.

Jetzt vorsorgen – bAV als Zusatzabsicherung

In den nächsten Jahren wird sich die Situation der gesetzlichen Rentenversicherungen drastisch verschlechtern. Grund dafür sind die geburtenstarken Jahrgänge zwischen 1955 und 1970. Eine Studie der Bertelsmann Stiftung geht davon aus, dass sich der Altenquotient in den nächsten 50 Jahren von heute 30 Prozent auf über 60 Prozent hochschraubt. Spätestens ab dem Jahr 2030 müssen dann die gesetzlichen Rentenversicherungen angepasst werden.

Diese Vorhersagen bedeuten nichts Gutes. Die Menschen sollten sich daher nicht allein auf die gesetzliche Rente verlassen, sondern vorsorgen, beispielsweise mit einer betrieblichen Altersversorgung (bAV). Das aber reicht wohl noch immer nicht, daher sollten in einem dritten Schritt Kapitalprodukte wie Lebensversicherung, Anleihen, Aktien oder Fonds ins Auge gefasst werden.

Besonders attraktiv: der Brutto-Netto-Effekt

„Die bAV als Option zur Altersvorsorge ist deshalb so interessant für jeden Arbeitnehmer, weil sie den Brutto-Netto-Effekt nutzt“, erklärt der Chef der BVUK-Gruppe (www.bvuk.de), Michael Reizel; er ist mit dem Bereich der Beratung und Kommunikation im Themenspektrum Versorgung und Vergütung betraut und konzipiert vor allem für mittelständische Unternehmen maßgeschneiderte Systeme. Durch diese Möglichkeit kann der Arbeitnehmer Steuern und Sozialversicherungsbeiträge sparen, da der Betrag vom Bruttogehalt abgezogen wird. „Im Rahmen der gesetzlichen Grenzen ist dieser Betrag steuerfrei, zudem werden unter diesen Voraussetzungen keine Sozialversicherungsbeiträge fällig“, so Reizel weiter. Ergo würde der Arbeitnehmer nur circa 50% selbst aufbringen müssen. „Die bAV stellt aber auch für den Arbeitgeber eine Ersparnis dar, weil die eingezahlten Beträge im Rahmen der gesetzlichen Grenzen nicht mit Lohnnebenkosten belastet werden“, weiß Michael Reizel.

bAV positiv für Arbeitgeber

Im Rahmen einer betrieblichen Altersversorgung können derzeit bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung umgewandelt werden. Es gibt zwar keine Verpflichtung von Arbeitgebern zur Aufwendung eigener Beiträge, aber: „Arbeitgeber sollten generell ein starkes Interesse daran haben, dass ihre Mitarbeiter per bAV etwas für die Altersversorgung tun und dies gegebenenfalls sogar durch eigene Beiträge unterstützen – schließlich sparen sie als Arbeitgeber die Sozialversicherungsbeiträge ebenfalls“, sagt Reizel. Individuelle Konzepte sind dabei jederzeit möglich, beispielsweise lässt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung in die bAV integrieren.

Michael Reizel geht noch weiter. Er glaubt, dass die bAV auch gesamtgesellschaftlich eine wichtige Rolle spielen kann: „Wenn heute nicht ausreichend Arbeitnehmer private Vorsorge betreiben, muss der Staat später die niedrigen gesetzlichen Renten aus Steuermitteln auf das Existenzminimum aufstocken – diese Steuermittel müssen dann von Beschäftigten und Unternehmen aufgebracht werden.“

„Gut versichert“ – bisher erschienene Beiträge

Teil 1: Versicherungen, eine Übersicht
Teil 2: Riester Rente
Teil 3: Haftpflichtversicherung
Teil 4: Betriebliche Altersvorsorge
Teil 5: Berufsunfähigkeitsversicherung
Teil 6: Vermögenshaftpflichtversicherung
Teil 7: Risikolebensversicherung
Teil 8: Betriebshaftpflichtversicherung
Teil 9: Autoversicherung
Teil 10: Dread Disease Versicherung

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