Start > Karlsruhe > Stiftung Wissenschaft und Politik im Visier von Hackern

Stiftung Wissenschaft und Politik im Visier von Hackern

Der Hackerangriff auf die Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) in Berlin beschäftigt nun auch den Generalbundesanwalt in Karlsruhe. Wie der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, vermutet die Bundesanwaltschaft die Hackergruppe APT 28 als Täter. Ermittelt wird wegen des Verdachts auf geheimdienstliche Agententätigkeit.

Die Vorgänge bei der SWP wurden einem größeren Verfahren zugeordnet, in dem es um Angriffe von APT 28 geht. Nach „Spiegel“-Informationen geht es um eine E-Mail aus dem Dezember 2016, die im Namen einer damaligen SWP-Buchhalterin an andere Mitarbeiter verschickt wurde. In der E-Mail hieß es, sie schicke „anbei“ Informationen über Weihnachtsgeldzahlungen. Im Anhang befand sich eine Datei mit dem Namen „Weihnachtsgeldzahlungen.xls“, vermutlich ein Schadprogramm, das das SWP-Netz infiltrieren sollte. Die SWP teilte mit, nach „unserem Kenntnisstand“ sei sie nicht „erfolgreich gehackt worden“. Sie befinde sich mit den Sicherheitsbehörden im Austausch. Der Angriff mit der Weihnachtsgeld-Mail ist nicht der einzige sicherheitsrelevante Vorfall bei der SWP in jüngerer Zeit. Das zeigen Unterlagen eines Prozesses vor dem Berliner Arbeitsgericht, die dem „Spiegel“ vorliegen. Demnach waren SWP-Rechner bereits 2013 von hartnäckigen Schadprogrammen befallen. Mindestens einer musste ausgetauscht werden. Im Juli 2017 drangen zwei Unbekannte in die SWP-Zentrale ein, brachen die Telefonzentrale auf und stahlen Büroschlüssel. In diesem Zusammenhang ermittelt die Staatsanwaltschaft Berlin wegen Einbruchsdiebstahls. Im August 2017 wurde die SWP zum Opfer eines sogenannten CEO-Frauds. Sie überwies fälschlicherweise 38.540 Euro auf ein Konto in den Niederlanden, konnte das Geld aber wieder zurückholen.

Foto: Computer-Nutzer, über dts Nachrichtenagentur

Hier nachlesen ...

Energieintensive Industrie will Kompensation für Strompreisanstieg

Die energieintensive Industrie pocht auf einen Ausgleich des Strompreisanstiegs, der durch den geplanten Kohleausstieg ausgelöst …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.